Freitag, Januar 01, 2010

GEBÄRDENUNTERSTÜTZTE KOMMUNIKATION (GuK)



Die Methode der Gebärdenunterstützten Kommunikation (GuK) wurde von Prof. Dr. Etta Wilken für Kinder entwickelt, die nicht oder noch nicht sprechen. Dabei liegt die Betonung auf "unterstützt", da alle Kinder schon lange bevor sie sprechen können, sich mitteilen wollen. Diesem Kommunikationsbedürfnis wird somit frühzeitig Rechnung getragen. Da es leichter ist zu gebärden, als zu sprechen, helfen die Gebärden den Kindern, sich früher verständlich mitzuteilen. Die dadurch gewonnen positiven Kommunikationserlebnisse unterstützen das Sprechenlernen. Sobald erste Wörter gesprochen werden können, treten die Gebärden spontan in den Hintergrund, da es immer schneller, genauer und effektiver ist ein Wort zu sprechen, als zu gebärden.
Es werden nicht alle Wörter (im Gegensatz zur Gehörlosensprache) gebärdet, sondern nur alltagsrelevante, meist intuitive Gebärden, also diejenigen, die für das Verstehen der Mitteilung von Bedeutung sind. Sogenannte Schlüsselwörter.
Das GUK-System wird besonders in der frühen Förderung von Kindern mit Sprachproblemen eingesetzt.